Generationskonflikt Mode

Generationskonflikt Mode

Seit sich Menschen mit Mode auseinandersetzen gibt es Diskussionen zwischen älteren und jüngeren Generationen darüber, was denn nun schön und angebracht ist. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit musste jeder der das hier liest irgendwann mal seinen Modegeschmack vor den eigenen Eltern oder Großeltern verteidigen. Dabei stoßen beide Seiten oftmals auf Unverständnis. „Wie kann man nur so rumlaufen?“ trifft auf „Du warst doch auch mal jung oder nicht?“.

Outfit von Atelier GS

Quelle: www.AtelierGS.de

Outfit von Forever 21

Quelle: www.forever21.com

Warum empfinden verschiedene Generationen Mode so unterschiedlich?

Ein Grund ist, dass Mode sich stets auch am aktuellen Zeitgeist orientiert. Sie fängt ein Lebensgefühl, eine soziale oder politische Situation ein. Typisch für die Hippie-Mode der 60er Jahre war zum Beispiel sehr kurze und hautenge Kleidung, was auf die sexuelle Revolution zurückzuführen ist. Ganz im Sinne von Flower Power trugen Frauen auch oft Blumenkränze im Haar. Die Blumen repräsentierten Naturverbundenheit, aber auch einen friedlichen politischen Protest. Mode ist also immer auch ein Ausdruck der aktuellen Gesellschaftlichen Situation.

Für nachfolgende Generationen sind diese modischen Entwicklungen oft nicht nachvollziehbar. Sie haben einen eigenen Zeitgeist und dadurch auch ein eigenes Verständnis von Mode. Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau brachte dieses Phänomen im 19. Jahrhundert humorvoll auf den Punkt: „Jede Generation lacht über Moden, aber folgt den Neuen treu“.

Abgesehen davon in welcher Modeepoche man sich jeweils befindet spielt auch das Alter eine wesentliche Rolle. Je älter man wird, desto mehr möchte man sich in der Regel auch von der Mode junger Leute abheben. Während man als junge Frau gerne Trends folgt, mit Mode spielt und das zeigen von nackter Haut im Sommer selbstverständlich ist, verfolgt man ein bis zwei Jahrzehnte später andere Ziele. Ab einem Alter von 40, 50 Jahren steht eher im Mittelpunkt sich stilvoll, statt sexy zu kleiden. Eleganz und Weiblichkeit stehen im Fokus, der eigene Geschmack verändert sich. Mode für reifere Frauen läuft aber heutzutage längst nicht mehr unter dem Motto bieder und beige. Muster und Farben sind sehr häufig auch bei Mode für die sogenannten Middle Ager zu finden.

Für AhaOho habe ich mir mal aktuelle Sommermode für junge Frauen im Alter von 20 bis 30 Jahren, sowie für Frauen ab 40 angesehen und verglichen.

Das sind die größten Unterschiede

Frauen zwischen 20 und 30:

  • Mögen es gerne bunt und stylisch (Knall- und Neonfarben)
  • Wagen sich an neue Trends (z.B. Bauchfrei)
  • Sehr kurze Hosen und Röcke im Sommer Normalität
  • Auffällige und verspielte Accessoires

Frauen zwischen 40 und 60:

  • Zeigen nicht zu viel Haut, setzen aber ihre Vorzüge in Szene
  • Verzichten auf zu knallige Farben und wählen dafür dezente Muster und Farbtöne
  • Ausdruck von Weiblichkeit und Stil anstatt Sexappeal
  • Machen viele Trends nicht mit, entwickeln einen eigenen Stil
  • Weniger verspielte Details und auffällige Accessoires

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